IDJÜM Helgoland 2016

Bei der IDJÜM auf Helgoland starten zu dürfen, hat mich wahnsinnig gefreut aber auch nachdenklich gemacht. Wie würde es sein auf der Nordsee mit Wellen und Strömung zu segeln?  Das war ein mir bisher völlig unbekanntes Segelrevier, das ich durchaus mit Respekt erwartete.
bild-1Mein Opti durfte eine Woche vor mir anreisen. Auf einem Hänger mit drei weiteren Optis und einem Motorboot ging es nach Cuxhaven. Dort wurden alle Anhänger auf einen Frachter verladen und nach Helgoland gebracht. Ganz schön aufwendig!

Wir sind eine Woche später auch von Cuxhaven mit der Fähre hinterher. Auf der zweieinhalbstündigen Fahrt wurde schon das anstehende Training unmittelbar für den Nachmittag geplant. Noch vor unserer Ankunft sah ich schon die ersten Optis weit draußen vor der Düne in den Wellen trainieren. Die Vorfreude stieg!
Auf Helgoland angekommen gingen wir direkt zur Strandpromenade wo schon viele andere Optis standen. Meinen fand ich auch irgendwo dazwischen. Aber erst mussten wir unser Gepäck abholen und über die 184 Stufen zum Oberland zu unserer Unterkunft bringen. Oben angekommen war umziehen, Bäcker suchen wieder 184 Stufen runter und Boot aufbauen angesagt. Und schon ging es direkt raus aufs Wasser zum ersten Training – Ich war erstaunt, denn gegen meine Erwartungen hatte es wenig Wind und kaum Wellen.

bild-2Die nächsten vier Tage vor der Regatta waren vom Training geprägt, der Wind war gut segelbar, und wir hatten richtig Spaß. Die meisten Teilnehmer der Regatta waren schon vor Ort und es wuselte so von Trainingsgruppen. Wir sind in meiner Gruppe jeden Tag um 10 Uhr raus aufs Wasser und ich habe die Besonderheiten der Nordsee kennengelernt. Segeln mit Strömung, Ebbe, Flut und besondere Wellen und Winde. Am späten Nachmittag gab es die Nachbesprechung und noch etwas Theorie.
Da ich mich für die Langstrecke am 28.07 nicht gemeldet hatte, konnte ich auf dem Motorboot mitfahren um das Feld von außen zu beobachten. Der Wind war total flau, und die Sonne brannte, sodass wir alle auf dem Wasser ziemlich gegrillt wurden. Nach langem Warten konnte der Lauf gerade so gesegelt werden.

Bevor es mit der Regatta am Montag endlich losging, fand erst noch die Vermessung statt. Ich war etwas aufgeregt ob alles in Ordnung ist, aber es gab keine Probleme.
Am Sonntagabend war dann die offizielle Eröffnung mit einigen Reden, und gemeinsamem Abendessen für aller Teilnehmer. Dabei wurde auch der frisch gebackene Europameister Mewes Wieduwild geehrt. Den Tag darauf empfing der Bürgermeister die Segler nochmals zur Begrüßung im Rathaus.

bild-3Am Montag ging es nun endlich los, und Wind und Wellen sollten in dieser Woche ordentlich zunehmen. Die Vorläufe wurden in 3 Startgruppen gesegelt, die jeden Tag geändert wurden. Also ging es jeden Morgen zu Raceboard um zu schauen in welcher Gruppe gestartet wurde.
Für die Mobos fand jeden Morgen zunächst ein Coachmeeting statt, und im Anschluss um 08:45Uhr die Steuermannsbesprechung, wo vom Wettfahrtleiter, der DLRG und den Schiedsrichtern wichtige Themen angesprochen wurden. Die Boote mussten davor schon aufgebaut sein, da es danach gleich aufs Wasser ging.

Aber wie sonst einfach lossegeln war nicht möglich. Erst mussten alle Boote durch den Sicherheitscheck, und die persönlich ID-Karte abgegeben werden, damit auch keiner auf dem Wasser verloren geht. Bis das letzte Boot durch war, warteten wir mit unseren Optis am Strand warten, und auf Kommando ging es dann endlich los. Die Mobos empfingen uns direkt davor, und nahmen uns an die Leine- das war jeden Morgen ein ganz schönes Gewusel bis wir draußen auf der Bahn waren. Der Wind war relativ schwach, sodass wir zum Startschiff geschleppt wurden. Dort musste wir uns nochmal melden, und segelten uns ein. Dann war es soweit, bei konstanten drei Bft haben wir nacheinander die drei Läufe auf gleicher Bahn absolviert.
Ich war ganz froh darum, dass es nicht gleich mit starkem Wind losging und ich mich in Ruhe Orientieren konnte. Es ist doch etwas anderes in Binnengewässern oder auf der Nordsee an einer Regatta teilzunehmen.
Der Dienstag fing überraschend mit sehr wenig Wind an, so dass wir sogar nach dem ersten Lauf erst auf dem Wasser und dann am Strand auf Wind warten mussten. Dieser wollte allerdings an diesem Tag nicht mehr kommen.

Der dritte Qualifikationstag war dann völlig anders. Es hatte 5 Windstärken und bis zu zwei Meter hohe Wellen. bild-4Also genauso wie ich mir Segeln auf der Nordsee immer vorgestellt habe. Ich kenterte ein paarmal und lief voll, sodass ich den Anschluss ans Feld verlor und abbrechen musste – trotzdem war es tolles Segeln.
Am Donnerstag hat es dann so gekachelt, dass unklar war ob ausgelaufen werden kann. Die Startverschiebung wurde im 2-Stundenrhythmus verlängert, schließlich gab es an diesem Tag keinen einzigen Lauf. Ich war nicht unglücklich darüber, da ich am Vortag ja schon genug gekämpft hatte! Entsprechend den Ergebnissen aus den Vorläufen wurde das Feld in für die Finalläufe aufgeteilt. Da der Donnerstag ausfiel, konnte am Freitag nur 3 Läufe gesegelt werden. Bei gut 3bft und nach wie vor großen Wellen hatte ich auch wieder richtig Spaß auf der Nordsee zu segeln.
Letztlich konnten wir den extremen Wetterbedingungen geschuldet, von Flaute bis 6 Bft insgesamt nur 9 Läufe segeln.

bild-6
Am Freitagabend war dann eine große Abschlussfeier mit Siegerehrung. Bei Live Musik und einem gemeinsamen Abendessen hatten wir nochmal zum Abschluss einen tollen gemeinsamen Abend. Es wurden auch super Bilder von der Regattabahn gezeigt, wo auch die Landcrew mitbekommen konnte, wie es draußen war.

bild-5Die Woche endete bei tollen Wetter mit verpacken und laden – da wäre ich doch gerne noch länger geblieben. Die IDJüM war super organisiert, die Helgoländer habe uns sehr freundlich aufgenommen und wir hatten viel Spaß!

 

Anmerkung der Redaktion:
Vielen Dank für den tollen Beitrag an Lenya und Jochen Baumann

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  1. REMONTkemn

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